Zimmerpflanzen als Luftbefeuchter

Im letzten Blog haben wir beleuchtet, wie Pflanzen die Luft von Schadstoffen befreien. Die positiven Eigenschaften von Zimmerpflanzen gehen aber noch weiter. Den nächsten Vorteil, den uns Zimmerpflanzen bieten, ist die Befeuchtung der Raumluft.

Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit speichern als warme Luft. Da im Winter die Luft draussen kälter ist, enthält sie mengenmässig weniger Feuchtigkeit. Wenn diese Luft nun in unsere beheizten Räume gelangt, erwärmt sie sich zwar, doch es wird ihr normalerweise keine Feuchtigkeit zugesetzt. Zusätzlich wird gerade bei modernen Heizungsanlagen mit kontrollierter Belüftung der frischen Luft über einen Wärmetauscher die Wärme der Abluft wieder zugeführt, nicht aber deren Feuchtigkeit. Feuchtigkeit, welche sich im Raum durch einen Luftbefeuchter oder Pflanzen erhöht hatte, geht wieder verloren.

Menschen lieben feuchte Luft

Idealerweise sollte die Zimmerluft eine relative Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent aufweisen. Im Winter sinkt diese in unseren Wohnräumen allerdings meist auf 25 bis 30 Prozent. Wir sehen und spüren dies an ausgetrockneter Haut, gereizten Schleimhäuten und trockenen Augen.

Viren lieben trockene Luft

Amerikanischen Forschern zufolge leben Grippeviren bei geringer Luftfeuchtigkeit deutlich länger und sie werden auch leichter übertragen. Sie haben nachgewiesen, dass Grippeerreger in trockener Kälte zwei- bis dreimal so lange überleben wie in feucht-warmer Luft. Die höchsten Übertragungsraten treten bei Temperaturen um 20 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 20 bis 30 Prozent auf – genau in dem Klima also, das im Winter in unseren Wohnräumen vorherrscht. Bedenkt man, dass unsere Schleimhäute durch die fehlende Luftfeuchtigkeit gereizt sind, haben Viren zusätzlich leichtes Spiel.

Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50% reduziert sich die Übertragungsrate bereits auf 25%. Es lohnt sich also, der Raumluft Beachtung zu schenken.

Luftfeuchtigkeit erhöhen

Neben vielen Tipps, wie Schalen mit Wasser aufstellen, feuchte Tücher aufhängen oder elektrische Luftbefeuchter sind Pflanzen mit Abstand die schönste Möglichkeit, die Luftfeuchtigkeit im Zimmer zu erhöhen. Natürlich braucht es hier, wie auch bei der Reinigung von Schadstoffen durch Pflanzen eine gewisse Anzahl an Pflanzen, um einen merkbaren Effekt zu erzielen, doch jede Pflanze ist mehr als nichts.

Welche Pflanzen sind die besten Luftbefeuchter?

Man schätzt, dass rund 97% des von der Pflanze aufgenommenen Giesswassers verdunstet wird. Als einfache Faustregel gilt: Je höher dieaddierte Blattfläche, umso mehr Wasser verdunsten die Pflanzen. Ideal sind also Pflanzen mit grossen oder sehr vielen Blättern und Pflanzen, die von Natur aus schon sehr viel Wasser brauchen. Sehr gut für die Luftbefeuchtung eignen sich der Kolbenfaden, der Drachenbaum, die Goldranke und die Grünlilie [Links zu den Pflanzen]. Sie alle sind sehr wüchsig und brauchen eher mehr Wasser.

Und im Sommer?

Auch im Sommer haben Zimmerpflanzen einen positiven Effekt auf das Raumklima. Die Luftfeuchtigkeit ist dann zwar meist ausreichend hoch, doch durch die Verdunstung vermögen Pflanzen die Raumtemperatur sogar leicht zu senken.

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